Kurzurlaub Robinson-Club, ohne Verpflegung 6
Das Schwule Mädchen Soundsystem ist ein Garant für tolle Partys. Wir erinnern uns nur wehmütig an Berlin im April als die Musikauswahl so super, das Tanzpublikum aber leider zu lahm war. Gestern in Hamburg war einiges befremdlich:
Zum einen, weil die Veranstaltung im Vorverkauf vergleichsweise teuer war, der nur als Support angekündigte DJ exel. Pauly aber Stunden länger auflegte als die Hauptakteure. Not hätte es auch nicht getan, dass der uns allbekannte DJ den Abend schon mit Fettes Brot Musik einleitete.
Zum anderen verbreiteten die Brote gestern erstmals Cluburlaub Atmosphäre. Es war eher merkwürdig, dass die Band-Animateusen blockweise Lieder sangen, wirre Geschichten zu Songs erzählten oder gar Boygroup-Choreografien à la “Dance for Fans” darboten, die wohl zum Nachmachen anstiften sollten. Auch die Musikauswahl im Uebel & Gefährlich war mau. Zuviel uz…uz…uz…uz und zu wenig Musik aus der Raritätenecke. Andere mögen sich freuen, unser Ding war das gestern absolut nicht und auch der gefühlte Höhepunkt der Nacht, als “Erdbeben” und “Bettina…” mit Pauli live dargeboten wurden, hatte aufgrund des eindeutig übermäßigen Alkoholkonsums, der gelittenen Stimmen und der Texthänger eher Ballermann-Charme.
P. S. Wo war eigentlich der Pool?
P. P. S. Jetzt macht der Untertitel “Fettes Brot, aber anders” auch Sinn…