Einfach mal die Ärmel hochkrempeln! 0
Das Haldern-Pop Festival hatte bereits angefangen als wir ein Ticket-Schnäppchen schlugen. Wir verpassten die ersten beiden Tage und auch Samstag kamen wir erst nach sommerlichem Einbruch der Dunkelheit mit unserem Tuckerzug in Rees an. Das Gelände war mit Ausnahme des wunderschönen Spiegelzelts nicht sonderlich spektakulär und irgendeine Art von Feierlaune sah man den Besuchern auch nicht wirklich an; alles wirkte ein wenig steif. Die erste Band, die wir uns dann anguckten waren “The Soundtrack of our Lives”, vor denen wir nach ca. 10 Minuten flüchteten, denn die gefielen überhaupt nicht. So machten wir es uns im Biergarten vor der Spiegelzelt-Leinwand gemütlich, beobachteten das gemischte Publikum von 6-80 Jahren. Ehrlich gesagt, wurde man von dem vielen Rumgesitze schon etwas träge und wir waren letztendlich heilfroh, dass die fabelhafte “Little Boots” bereits 25 Minuten früher auf die Bühne trat und wir tatsächlich noch einen Platz im Zelt fanden. Clubgeruch auf einem Festival – das hat was! Live hatte die Little Boots Platte nochmehr Wums und so zog ein Discogefühl in die Konzertatmosphäre ein, das schwer beeindruckte.
Die Langeweile bis zu den Broten vertrieben wir uns dann mit einem Spaziergang mit hochgekrempelten Ärmeln. Die Haldern-Besucher waren aber nicht einmal abseits der Bühne zum Spaßen aufgelegt. Laaaangweilig! Beim FB-Auftritt änderte sich das aber. Das Publikum war immer noch nicht überragend, die Mitte zeigte uns dann aber doch, dass gefeiert werden kann. Das Programm der Band war wieder super, war schließlich das gleiche wie zuvor. Einziger Wermutstropfen: Fettes Brot machen Heimweh!
Es war dieses Mal ein eher stressiger aber unaufregender Festivaltag, der uns erst 2.30 Uhr auf die Autobahn führte, 5.00 Uhr morgens zu Hause endete und einem am nächsten Tag auf Arbeit noch mit Nachwehen verfolgte. Das Einzige, was wir am Samstag gelernt haben ist, dass wir auf Lebzeiten Angst vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof haben werden.
Eine Reise durch’s Jammertal. Schön!
subscribe to comments RSS
There are no comments for this post