LOTTO KING KARL SCHLÄGT ERNEUT ZU… 0
…, möchte man meinen. Dabei stammt die Idee, ein Panini-Album herauszugeben, das bei Vollständigkeit 216 eingeklebte Hamburger Urgesteine, Prominente (darunter auch Fettes Brot) oder Sehenswürdigkeiten beherbergt, aus der Feder zweier Medienfüchse, die nicht nur die Innovation, sondern ebenso den Kitsch für sich gepachtet haben. Ich bin nicht wirklich angetan, zumal ich das Sammeln von Dingen, die nach Erstehen nur als Staubfänger dienen, für zwangsneurotisch halte. Es ist eine ganz neckische Huldigung an die Hansestadt, ihre Künstler und die großen Leute, aber genauso wie man zu der eigenen Musik das Tanzen verweigert oder Eigenlob vermeidet, weil es bekanntlich stinkt, weigere ich mich, meine eigene Stadt in ein Heft zu stickern. Hamburg hat ein schönes Gesicht und ich halte es folglich für unnötig, der Stadt in dieser Art und Weise den Hintern zu küssen. Positiv an dem Album ist hingegen, dass unter jedem Bildchen nähere Infos zum Abgebildeten stehen: Hamburg lernt, wer Helmut Schmidt ist, was man bei Budnikowsky Feines kaufen kann, dass Fettes Brot ins Genre Hip-Hop und die Landungsbrücken zu St. Pauli gehören. Viel Spaß – die Sticker und das dazugehörige “Hamburg sammelt Hamburg” Panini-Album sind bereits im Verkauf.